Stadt wächst, Land schrumpft

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ZAHLEN ZUM TAG. Allein die Einwohnerzahl Wiens ist in den vergangenen 17 Jahren um jene des Burgenlandes insgesamt gestiegen.

Seit 2012 hat die Einwohnerzahl Österreichs um 6,8 Prozent auf 8,98 Millionen zugenommen. Das Wachstum konzentrierte sich allerdings auf Ballungsräume: In Wien belief sich das Plus auf 12,5 Prozent bzw. auf einen gegenwärtigen Stand von 1,93 Millionen. Auch innerhalb der Stadt gab es erhebliche Unterschiede. Gewachsen sind vor allem Flächenbezirke: Donaustadt (+ 25,9 Prozent), Floridsdorf (+ 23,5), Liesing (+ 21,9), Favoriten (+ 19) und Simmering (16,3 Prozent). Das sind zugleich auch die fünf Bezirke mit dem stärksten Bevölkerungswachstum bundesweit (siehe Grafik). Bemerkenswert: Auch die folgenden drei Bezirke – Eisenstadt, Bruck an der Leitha, Wiener Neustadt – liegen im erweiterten Umfeld von Wien. Auf den Plätzen neun und zehn befinden sich Graz-Umgebung und Graz (Stadt).

In den vergangenen 17 Jahren sind in Wien (netto) 299.261 Einwohnerinnen und Einwohner dazugekommen. Das entspricht ziemlich genau der gesamten Bevölkerung des Burdenlandes zu Jahresbeginn 2022 (297.623), wie den Statistik Austria-Daten zu entnehmen ist.

Auf der anderen Seite bleibt ein Problem: Trotz aller Ankündigungen, den ländlichen Raum zu fördern, ist es in Teilen davon bisher nicht gelungen, einen Schrumpfungsprozess zu stoppen. Mit Ausnahme der Wiener City, in der keine 16.000 Menschen mehr leben bzw. sich weniger Wohnräume als eher Hotels, Büros, Geschäfte und Lokale befinden, sind alle zehn Bezirke mit dem größten Bevölkerungsrückgang sehr ländlich: Murau, das mit 6,6 Prozent seit 2012 das größte Minus aufweist, sowie Bruck-Mürzzuschlag und Leoben in der Steiermark, Hermagor und St. Veit an der Glan in Kärnten und Lilienfeld, Gmünd, Zwettl sowie Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich.

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