Slowdown zum Lockdown

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BERICHT. Seit Wochen ziehen sich die Österreicherinnen und Österreicher immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück.

Seit September befindet sich Österreich in einer Art Slowdown: Die Bevölkerung ist immer weniger im öffentlichen Raum unterwegs und immer mehr zu Hause. Das zeigt der „Google Mobility Report“.

Google erfasst Standortdaten und kann so ziemlich genau sagen, wo sich die Leute befinden. Zur Pandemie wird ein kleiner Teil dieser Daten auf einer Website ausgewiesen. Zur Darstellung der Entwicklung wird von Werten aus einem Referenzzeitraum von 3. Jänner bis 6. Februar ausgegangen. Ergebnis: Mit dem ersten Lockdown Mitte März ist das öffentlichen Leben praktisch zum Erliegen gekommen; das wird auch hier sichtbar. Im Einzelhandel und in Freizeiteinrichtungen, zu denen etwa Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Kinos gezählt werden, gab es einen Rückgang von bis zu 90 Prozent. Kein Wunder: Das meiste war zu. Umgekehrt waren die Leute um etwa ein Viertel mehr zu Hause als sonst.

Im Sommer normalisierten sich die Daten einigermaßen. Parallel zu den steigenden Infektionszahlen ab September kam es jedoch zu einer Art Slowdown: Die  Mobilität im Sektor Einzelhandel und Freizeit ging – gegenüber Jänner, Anfang Februar – wieder deutlich, um gut ein Viertel, zurück. Die Leute waren wieder mehr zu Hause. Ausreichend waren die Verlagerungen offenbar aber nicht; es gab insofern noch zu viele Kontakte, als die Infektionen ja weiter stark zunahmen.

Google führt auch die Daten zu Arbeitsstätten: Im ersten Lockdown war die Mobilität hier um bis u 60 Prozent niedriger als vor Corona. Im Sommer gab es einen urlaubsbedingten Rückgang um bis zu 40 Prozent. Zuletzt belief sich das Minus auf etwa ein Fünftel. Das könnte ein Hinweis auf „Homeoffice“ sein.

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