Noch keine Klimawende

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ZAHLEN ZUM TAG. In fast allen Bundesländern ist das Auto nach wie vor das vorherrschende „Massenverkehrsmittel“.

Seit vergangenem Herbst gibt es in Österreich ein Klimaticket. Um 1093 Euro (Vollpreis) ist es damit möglich, öffentliche Verkehrsmittel ein Jahr lang unbegrenzt zu benützen. 165.000 Tickets sind bisher verkauft worden. Gemessen an der Bevölkerung sind das 1,8 Prozent. An der Bewerbung kann es kaum liegen. Allein 2021 sind 2,75 Millionen Euro dafür aufgewendet worden. Andererseits sind viele Züge zu Stoßzeiten auch so schon voll, gibt es Kapazitätsprobleme.

Es geht wohl eher um langwierige Prozesse, was die Nachfrage als auch die Angebote betrifft. In den meisten Bundesländern ist Autofahren noch immer die Regel, fehlt es in ländlichen Gebieten an attraktiven Bus- und Bahn-Verbindungen.

Das Ergebnis ist ernüchternd. In einer Befragung zum Umweltverhalten stellte Statistik Austria 2019 fest, dass in Kärnten und dem Burgenland nur gut ein Zehntel der Bevölkerung täglich oder mehrmals pro Woche öffentliche Verkehrsmittel benützt. Rund 80 Prozent sind mit dem Auto unterwegs. Etwas besser sind die Verhältnisse in Westösterreich (siehe Grafik).

Wien, wo viele Strecken nicht nur kostengünstiger, sondern auch schneller mit Öffis zurückgelegt werden können, ist überhaupt anderes: Hier benützen 71 Prozent regelmäßig Bus, Bim oder U-Bahn und nur 42 Prozent das Privatauto.

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