Mordfälle: Zurück in die 2000er Jahre

ZAHLEN ZUM TAG. Die Zahl der Morde ist in Österreich im vergangenen Jahr sehr stark gestiegen. Sie erreichte damit wieder das Niveau der ersten 2000er Jahre.

 
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ZAHLEN ZUM TAG. Die Zahl der Morde ist in Österreich im vergangenen Jahr sehr stark gestiegen. Sie erreichte damit wieder das Niveau der ersten 2000er Jahre.

Medienberichten zufolge gab es 2018 bis Ende November insgesamt 70 Morde in Österreich. Die Opfer: Mit 41 viel öfter Frauen als Männer (29). Gegenüber der der jüngeren Vergangenheit ist es damit zu einem sehr starken Anstieg gekommen – bzw. wieder ein Niveau erreicht worden, wie es Anfang der 2000er Jahre herrschte.

Die Todesursachen-Statistik der Statistik Austria reicht zurück bis ins Jahr 1970. Was die Morde betrifft, fällt auf, dass es bis in die 1990er Jahre mehr gegeben hat. 100 und mehr waren nicht ungewöhnlich. Der Höchstwert wurde 1984 erreicht – und zwar mit 134. 75 Opfer waren damals Männer, 59 Frauen.

Um die Jahrtausendwende setzte ein starker Rückgang ein. 2001 gab es 77 Morde. 2012 waren es noch 36. Dann kam es wie wieder zu einem Anstieg, der im vergangenen Jahr besonders stark ausfiel.

Bemerkenswert: Meist sind mehr Männer als Frauen ermordet worden. Immer wieder ist es jedoch umgekehrt. 2001 wurden 46 Frauen und 31 Männer umgebracht.

Die Zahlen sind naturgemäß relativ. Daher wird in den Statistiken auch die Mordrate ausgewiesen – und zwar als Morde pro 100.000 Einwohner. Der höchste Wert seit 1970 betrug 2,0 (1984). 2014 handelte es sich um 0,4 – im vergangenen Jahr um rund 0,8.

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