Mehr und mehr Spitalspatienten

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BERICHT. Alles in allem zeichnen sich größere Systembelastungen ab als in bisherigen Wellen. Wobei: Öffentlich bekannt ist noch immer viel zu wenig.

3279 Spitalspatientinnen und Patienten mit Corona gab es am 22. März in ganz Österreich. Das ist der Datenseite des Gesundheitsministeriums zu entnehmen. In den vergangenen Tagen war es zu einem starken Anstieg gekommen. Von daher und mit Blick darauf, was das Prognosekonsortium des Ressorts erwartet, dürfte es nur eine Frage von Tagen sein, bis es sich um mehr handelt als zur Spitze im vergangenen Herbst (3458). Vom bisherigen Höhepunkt im gesamten Pandemieverlauf ist die Zahl dagegen noch relativ weit entfernt: Ende 2020 hatte es sich um bis zu 4649 gehandelt. Wie viele Patienten wegen einer Infektion eingeliefert werden bzw. bei wie vielen eine solche erst im Spital bestätigt wird, wird auf dieser Datenseite nicht ausgewiesen.

Bei den Intensivpatienten ist es zuletzt zu einem leichten Anstieg auf 225 gekommen. Im vergangenen November, Dezember gab es gut drei Mal mehr. Die Erkrankungsverläufe sind demnach weniger schwer.

Unterm Strich zeichnet sich nun jedoch eine größere Systembelastung ab. Erstens: In bisherigen Wellen ist die Zahl der Spitalspatienten schnell gestiegen und ebenso gesunken. Jetzt nimmt sie langsamer, dafür aber länger zu; nämlich schon seit über zwei Monaten. Zweitens: Nicht nur in der Gesamtbevölkerung, sondern auch bei den Spitalsmitarbeitern gibt es so viele Infektionen wie noch nie. Das führt zu Ausfällen bzw. Engpässen. Das niederösterreichische Landesklinikum Baden-Mödling sah sich bereits gezwungen, in einen Notfallbetrieb zu gehen. Drittens: Eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Für eine umfassende Beurteilung mehr denn je relevant wäre freilich eine bessere Datenlage. Zu den personellen Verhältnissen gibt es nur unregelmäßige Meldungen aus einzelnen Bundesländern. Dabei wären sie ganz offensichtlich so relevant wie noch nie – bzw. wie einst vielleicht die Zahl der Intensivpatienten.

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