Land der Mieter

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ZAHLEN ZUM TAG. In Österreich ist der Anteil der Menschen, die in Eigentum leben, besonders gering im europäischen Vergleich.

Vielleicht ist es eine Erklärung für die Krise der politischen, bürgerlichen Mitte: Sie redet jahrein, jahraus von Entlastung, doch Österreich bleibt ein Land mit einer sehr hohen Steuer- und Abgabenquote im internationalen Vergleich. Oder: Gerne spricht sie von Eigentum.

Ein Blick auf eine aktuelle Eurostat-Auswertung bestätigt jedoch, dass das „mutig“ ist: In Österreich leben 54,5 Prozent der Menschen in einem Eigenheim oder einer Eigentumswohnung. Das sind sehr, sehr wenige im europäischen Vergleich. Von daher könnte man eher von einem Land der Mieter reden. Ihr Anteil ist mit 45,5 Prozent besonders hoch.

EU-weit betragt der Eigentümeranteil 68,4 Prozent, ist also um fast 14 Prozentpunkte höher als hierzulande. Am höchsten ist er mit über 90 Prozent in Rumänien, der Slowakei, Ungarn und Kroatien. Niedriger als in Österreich ist er nur in Deutschland (47,2 Prozent).

Eine niedrige Eigentumsquote ist kein Ausdruck von fehlendem (allgemeinem) Wohlstand. Unterdurchschnittlich ist der Anteil etwa auch in den Niederlanden, in Finnland, in Luxemburg und Dänemark.

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