Klimaschutz: Sprit ist spottbillig

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ZAHLEN ZUM TAG. In den vergangenen zehn Jahren sind Benzin und Diesel in Österreich tendenziell noch günstiger geworden.

Aus Sicht vieler Autofahrer ist Österreich ein Spritpreisparadies; im Hinblick auf den Klimaschutz ist es wohl eher das Gegenteil davon: Wie ein internationaler Vergleich des deutschen Autofahrerclubs ADAC zeigt, ist Tanken in den meisten europäischen Ländern teurer; in Dänemark, Italien und den Niederlanden zahlt man für Superbenzin um die Hälfte, in Frankreich, Griechenland und Deutschland um ein Drittel mehr.

Bei den Spritpreisen gibt es enorme Schwankungen. Das verdeutlicht die Entwicklung der Jahresdurchschnittspreise, wie sie von der Statistik Austria ausgewiesen werden. 2010 kostete ein Liter Superbenzin 1,19 Euro, 2012  immerhin 1,45 Euro. Bis 2016 kam es zu einem Rückgang auf 1,11 Euro, in weiterer Folge wieder zu einem Anstieg auf 1,27 Euro und im vergangenen Jahr zu einem Einbruch auf 1,08 Euro. Der Dieselpreis entwickelte sich parallel dazu auf etwas niedrigerem Niveau.

Bemerkenswert: 2020 waren schon allein die ausgewiesenen Preise niedriger als zehn Jahre zuvor. Berücksichtigt man die Inflation bzw. den Wertverlust, sind die Preise in Wirklichkeit noch viel stärker gesunken. Bei einem bloßen Inflationsausgleich seit 2010 hätte ein Liter Diesel zuletzt nicht 1,05, sondern 1,32 Euro kosten müssen und ein Liter Superbenzin nicht 1,08, sondern 1,42 Euro.

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