Extrem unterschiedliche Wellen

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ZAHLEN ZUM TAG. In mehreren Nachbarländern Österreichs hat sich das Infektionsgeschehen zuletzt stabilisiert.

Vielleicht sollte man wirklich davon abgehen, von Wellen zu sprechen und stattdessen von einem Waldbrand reden, der an verschiedenen Orten mit unterschiedlicher Intensität wütet, wie es der indische Immunologe Satyajit Rath zum Beispiel anregt: Dänemark hat die Pandemie für beendet erklärt, die Niederlande haben Abstandsregeln aufgehoben. In anderen Ländern brennt es dagegen noch mehr oder weniger stark.

In Österreich hat die Inzidenz bestätigter Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche zuletzt zugenommen und ist auf mehr als 150 geklettert. Das Prognosekonsortium des Gesundheitsministeriums geht von einem Wert von über 200 Mitte kommender Woche aus. Und weil es noch immer zu viele schwere Erkrankungen gibt, wird auch die Belastung der Intensivmedizin weiter zunehmen.

In der Umgebung ist das nicht überall so: In der Schweiz sind die Spitäler schon Mitte August in mehreren Kantonen an Belastungsgrenzen gestoßen. Mittlerweile hat sich die Situation stabilisiert, die Inzidenz bestätigter Infektionen ist in den vergangenen Tagen sogar leicht – auf rund 200 – zurückgegangen.

In Italien und Deutschland ist die Inzidenz zuletzt zweistellig geblieben. In Deutschland ist sie zudem gerade gesunken, in Italien tut sie das seit Ende August. Auf extrem niedrigem Niveau ist sie in Ungarn und Tschechien, stark steigend dagegen in Slowenien, wie sie bereits über 300 geklettert ist.

So unterschiedlich wie die Inzidenzwerte sind auch die Durchimpfungsraten. In Italien und Deutschland sind mehr Menschen vollständig geimpft als in Österreich, wie „Out World in Data“ zu entnehmen ist. In allen anderen Nachbarstaaten sind es weniger.

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