Ein Massentest (allein) bringt wenig

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BERICHT. In der Slowakei ist die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich gestiegen.

Wenn Massentests wirklich etwas bringen sollen, dann darf es nicht bei einem einzigen Durchgang bleiben. Darauf deuten die Entwicklungen in Ländern hin, die sich damit begnügt haben. Luxemburg machte im Mai – auf freiwilliger Basis – den Anfang. Wenig verwunderlich ist das längst verpufft. Heute weist das Land die höchste Inzidenz bestätigter Neuinfektionen in Europa auf.

In der Slowakei haben sich vor etwas mehr als einem Monat gut zwei Drittel der Bevölkerung testen lassen. (In Tirol und Vorarlberg waren es zuletzt weniger als ein Drittel.) Ende November belief sich die Zahl bestätigter Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche hier auf etwa 160. Seither steigt sie wieder. Anfang dieser Woche handelte es sich wieder um mehr als 220.

Wie in der Umgebung Österreichs überhaupt etwas Bedrohliches auffällt: Die zweite Welle ist dabei, zu überwintern. Zahlreiche Länder – neben der Slowakei – weisen stagnierende oder steigende Werte auf: Slowenien, Liechtenstein, Tschechien, die Schweiz und Deutschland. Eher Entspannung gibt es in Italien und Ungarn.

Österreich hat die größten Rückgänge. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass es zu einem harten Lockdown geschritten ist, der zum einen zwar noch wirken dürfte, zum anderen aber bereits gelockert wurde.

Welche Strategie am wirkungsvollsten ist, lässt sich aufgrund der Entwicklungen schwer sagen. Die Schweiz hat die Inzidenz ohne flächendeckenden bzw. nur mit kantonalen Lockdowns halbieren können, nun aber wieder leicht steigende Werte. Italien dagegen scheint mit einem ähnlichen Konzept recht erfolgreich zu sein.

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