Wenig Geld, eher mehr Kinder

ZAHLEN ZUM TAG. In den unteren Einkommensdezilen sind die Familien alles in allem größer als in den oberen. 

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ZAHLEN ZUM TAG. In den unteren Einkommensdezilen sind die Familien alles in allem größer als in den oberen.

Der Budgetdienst das Parlaments hat die Verteilungswirkung des Familienbonus analysiert. Darin kommt auch zum Ausdruck, dass mit den Einkommensdezilen die durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Haushalt sinkt. Im Umkehrschluss könnte man also sagen: Wenig Geld, eher mehr Kinder.

Man muss jedoch genauer hinschauen: Im untersten Einkommensdezil beträgt die durchschnittliche Anzahl der Kinder 0,5. Dieser Wert steigt bis zum dritten auf 0,7, was dann auch schon der Spitzenwert ist. Bis zum siebten Dezil beträgt er maximal wieder 0,5, um im achten auf 0,4, im neunten auf 0,3 und im zehnten auf gar nur 0,2 zu sinken. Berücksichtigt sind ausschließlich Kinder, für die eine Familienbeihilfe bezogen wird.

Mit Interpretationen sollte man wohl vorsichtig sein: Der Budgetdienst weist auch das Durchschnittsalter der Haushaltsmitglieder nach Einkommensdezilen aus. In den untersten Dezilen beträgt es weniger als 40, um schließlich kontinuierlich auf 46,7 zu steigen. Zum Faktor Anzahl der Kinder kommt demnach auch der Faktor Alter hinzu.

Der Familienbonus wird sämtliche Haushaltsäquivalenzeinkommen um durchschnittlich 0,7 Prozent erhöhen. Wobei es sich im untersten Dezil nur um 0,4 Prozent handeln wird. Ähnlich wie bei der Anzahl der Kinder steigt der Wert bis zum dritten Dezil (auf 1,5 Prozent) und sinkt dann bis auf 0,2 Prozent im obersten Dezil.

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