Von wegen Ökologisierung

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ZAHLEN ZUM TAG. Der Anteil der Einkommensteuern am gesamten Steueraufkommen ist zuletzt wieder gestiegen – und der der Ökosteuern gesunken.

Seit einer gefühlten Ewigkeit wird davon gesprochen, dass eine Ökologisierung des Steuersystems notwendig sei. Vereinfacht ausgedrückt sollte der Faktor Arbeit demnach entlastet und Ressourcenverbrauch belastet werden. Auch die türkis-grüne Regierung will das angehen.

Sichtbare Ökologisierung im Sinne einer Verschieben der Belastungsschwerpunkte hat es bisher nicht gegeben. Im Gegenteil: Einkommensteuern machen nach wie vor die Hälfte des gesamten Steueraufkommens aus, Ökosteuern nur gut ein Zehntel.

Schaut man genauer hin, stellt man auf Basis der Daten, die die Statistik Austria ausweist, im Übrigen folgende Entwicklung fest: Der Einkommensteuer-Anteil ist 2016 infolge der damaligen Entlastung von 46,5 auf 43,9 Prozent gesunken. Nicht zuletzt „dank“ kalter Progression hat er bis 2018 jedoch wieder auf 46 Prozent zugenommen.

Der Anteil der Ökosteuern ist 2016 von neun auf 9,3 Prozent gestiegen, hat 2017 auf 9,4 Prozent zugenommen und zuletzt wieder nur neun Prozent betragen.

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