Unsichtbare Steuerentlastung

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ZAHLEN ZUM TAG. Gemessen an der Wirtschaftsleistung werden die Einnahmen, die der Finanzminister verzeichnet, kaum sinken, sondern sehr stabil bleiben.

Die Zahlen, die im Strategiebericht des Finanzministeriums für die Jahre bis 2025 zur Steuerentlastung angeführt sind, wirken beeindruckend: Unterm Strich, also abzüglich der Belastung, die mit der CO2-Bepreisung einhergeht, soll der Effekt bis 2025 allmählich steigend sein und dann immerhin 6,13 Milliarden Euro betragen. Das ist nicht nichts.

Andererseits trägt (die erwartete) wirtschaftliche Erholung unter anderem zu einem stark steigenden Aufkommen von Umsatz- und Lohnsteuer bei. Bei letzterer kommt noch die Kalte Progression dazu, die trotz aller Wahlversprechen nicht abgeschafft wird. Summa summarum soll das gesamte Steueraufkommen von heuer rund 82 Milliarden Euro auf rund 110 Milliarden Euro im Jahr 2025 steigen.

Gemessen an der (ebenfalls erwarteten) Wirtschaftsleistung führt das zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Nach einem massiven, krisenbedingten Einbruch wird das gesamte Steueraufkommen mit 22,6 Prozent im kommenden Jahr wieder nahe an das Vorkisenniveau herankommen; 2019 belief es sich auf 22,9 Prozent. Bis 2024 wird es um nur zwei Zehntelprozentpunkte zurückgehen, dann aber wieder 22,6 Prozent betragen. Von daher wird die Entlastung so gut wie unsichtbar, für den Staat aber locker leistbar sein.

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