Pflegegeld halbiert

ZAHLEN ZUM TAG. Ausbleibende Anpassungen haben seit der Einführung des Pflegegeldes vor 25 Jahren zu einem massiven Wertverlust geführt. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Ausbleibende Anpassungen haben seit der Einführung des Pflegegeldes vor 25 Jahren zu einem massiven Wertverlust geführt.

Während zum Beispiel die Parteienförderung automatisch der Teuerung angepasst wird, ist das beim Pflegegeld nicht der Fall. Ergebnis: Seit der Einführung vor 25 Jahren ist es zu einem Wertverlust von bis zu 46 Prozent gekommen.

Es ist ja nicht so, dass der Staat nicht immer mehr für Pflege aufwenden würde. Im Gegenteil. Damit er den Anstieg aber zumindest ein bisschen einbremsen kann, kürzt er die Leistungen für Einzelne; und zwar schleichend, sodass sie es kaum merken. Am 1. Juli 1993 ist in Österreich das Pflegegeld eingeführt worden. Seither wurde es nur selten erhöht; der kleinste Betrag (Pflegestufe 1) wurde sogar gesenkt. Im Übrigen wurde zuletzt der Zugang zu Pflegestufe 1 und 2 erhöht; Voraussetzung dafür ist mehr Pflegebedarf in Stunden.

Das Pflegegeld in der Stufe 1 betrug ab 1. Jänner 1994 umgerechnet 186,26 Euro monatlich. Heute sind es lediglich 157,30 Euro, was laut Verbraucherpreisindex-Rechner der Statistik Austria einem Wertverlust von 46 Prozent entspricht. Darüber beträgt der Wertverlust 26,5 bis 28,9 Prozent. Bei der höchsten, der Pflegestufe 7, wurden einst 1489,79 Euro ausbezahlt; heute sind es 1688,90 Euro – was einem Wertverlust von 27,6 Prozent entspricht.

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