Alle zahlen Steuern

ZAHLEN ZUM TAG. Gesamtquote ist bei Wenig- und Vielverdienern ähnlich groß. Sie ist nur unterschiedlich zusammengesetzt. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Gesamtquote ist bei Wenig- und Vielverdienern ähnlich groß. Sie ist nur unterschiedlich zusammengesetzt.

Bei Entlastungsdebatten wird hin und wieder der Eindruck vermittelt, es seien nur gewisse Gruppen belastet – und andere gar nicht. Das ist jedoch nicht korrekt, wie eine umfassende WIFO-Studie zeigt. Wenig- und Vielverdiener sind demnach ähnlich stark belastet. Unterschiedlich ist nur die Zusammensetzung der Quote.

Wer so wenig verdient, dass er gar keine oder kaum eine Lohnsteuer zahlt, wird zumindest von der Sozialversicherung zur Kasse gebeten. Außerdem wird er das, was ihm bleibt, verkonsumieren: Lebensmittel und andere Dinge einkaufen, Sprit tanken etc. Bei alldem fallen indirekte Steuern an, insbesondere also die Umsatzsteuer. Sie bringt dem Finanzminister neben der Lohnsteuer mit Abstand am meisten Geld (jeweils gut ein Drittel der Steuereinnahmen).

Wie auch immer: Gemessen am Bruttogesamteinkommen der Unselbstständigenhaushalte macht die Gesamtbelastung beim unteren Drittel knapp 35 Prozent aus. Beim oberen, das mehr verdient, sind es knapp 40 Prozent.

Der Unterschied: Beim untern Drittel entfallen nur fünf Prozent auf die Lohnsteuer, beim oberen sind es mit 16,5 Prozent mehr als drei Mal so viel. Ähnlich ist die Belastung durch Sozialversicherungsbeiträge mit 14, 15 Prozent. Daneben entfallen beim unteren Drittel aber noch fast 14 Prozent auf die indirekten Steuern, während es beim oberen nur knapp neun Prozent sind.

Wobei es sich wohlgemerkt durchwegs um Steuer- und Abgabenquoten handelt, die 2009 vom WIFO veröffentlicht wurden; an der Botschaft wird sich jedoch nichts geändert haben.

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