Was die Schulverwaltung kostet

BERICHT. 185 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr aufgewendet – u.a. für 1864 Dienststellen. Zwei Drittel entfallen auf die Länderebene.

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BERICHT. 185 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr aufgewendet – u.a. für 1864 Dienststellen. Zwei Drittel entfallen auf die Länderebene.

Bis Mitte November wollen die Regierungsparteien gemeinsam mit den Ländern eine Schul-Verwaltungsreform fixieren. Dass es dabei vor allem um Macht – und weniger ums Geld – geht, machen die Zahlen aus dem Unterrichtsministerium deutlich, die dieSubstanz.at vorliegen. Betroffen sind 1864 Beamte. Der Gesamtaufwand beträgt 185 Millionen Euro. Sprich: Damit allein lässt sich noch kein Budget sanieren.

Das Bildungssystem besteht nicht nur aus den rund 125.000 Lehrerinnen und Lehrern, sondern auch aus einer Ministerialbürokratie sowie Landesschulräten und dem Stadtschulrat für Wien. Die dortigen Mitarbeiter kümmern sich etwa um die Personalverwaltung, die Schulaufsicht, die Schulentwicklung, die Koordination der Lehrerfort- und –weiterbildung, Schul- und Heimbeihilfen und vieles anderes mehr.

2014 zählte die gesamte Schulverwaltung 1863,7 Vollbeschäftigungsäquivalente (ein Vollbeschäftigter entspricht einem Äquivalent, ein Teilzeit- bzw. nur zu 50 Prozent Angestellter einem halben etc.). Auf die Zentralstelle, also das Ministerium, entfallen allein 643,05. Die übrigen zwei Drittel (1220,65) sind bei den Landesschulräten und dem Stadtschulrat für Wien angesiedelt.

Die Gesamtkosten für die Schulverwaltung beziffert Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) in einer Anfragebeantwortung gegenüber NEOS-Klubobmann Matthias Strolz mit 184,42 Millionen Euro. Auch hier entfällt etwa ein Drittel auf die Bundes- und der Rest auf die Länderebene, wobei der Personalaufwand beim Bund 42,19 und bei den Ländern 92,18 Millionen Euro beträgt.

Auffallend auf Bundesebene ist ein relativ hoher Sachaufwand: Für Leistungen der Buchhaltungsagentur sind im vergangenen Jahr etwa 10,67 Millionen Euro ausgegeben worden. Datenverarbeitungs-Dienstleistungen und Lizenzgebühren gingen ebenfalls in die Millionen.

> Zur parlamentarischen Anfragebeantwortung

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