Bildungsdefizite sind eher männlich

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ZAHLEN ZUM TAG. Jeder zehnte 18- bis 24-Jährige ist (zu) früher Schul- und Ausbildungsabgänger.

Bei jüngeren Frauen ist nicht nur der Anteil mit einem Hochschulabschluss größer als bei Männern; es gibt umgekehrt auch weniger frühe Schul- und Ausbildungsabgängerinnen als -abgänger. Das zeigen aktuelle Daten der Statistik Austria.

Als frühe Schul- und Ausbildungsabgängerinnen und -abgänger werden 18- bis 24-Jährige bezeichnet, die maximal über Bildungsabschlüsse unterhalb der Sekundarstufe II verfügen und an keiner Aus- oder Weiterbildung im Schulwesen oder außerhalb in Einrichtungen der Erwachsenenbildung oder im betrieblichen Kontext teilnehmen. Seit 2014 zählt laut Statistik Austria die erfolgreiche Beendigung der dritten Klasse einer fünfjährigen BHS im internationalen Vergleich als Abschluss der Sekundarstufe II; davor waren die betreffenden Personen unter Pflichtschulabschluss inkludiert.

Was auffällt bei der Entwicklung: In den 1990ern Jahre ist der Anteil bei den Frauen stark zurückgegangen und hat sich dem der Männer angenähert; betrug er 1996 noch 17,3 Prozent, so waren es 2000 nur noch etwas mehr als zehn Prozent. Bis Mitte der 2010er Jahren blieb es bei sehr ähnlichen Werten nach Geschlecht. Dann kam es bei Männern zu einem Anstieg von rund acht auf zehn Prozent (2020). Bei Frauen belief sich der Anteil zuletzt nur noch auf 6,3 Prozent.

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