Kontakt zu Fremden? Fehlanzeige

BERICHT. Viele Österreicher wollen keine Fremden in der Nachbarschaft. Einer Mehrheit sind sie aber auch eher nur vom Hörensagen bekannt. 

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BERICHT. Viele Österreicher wollen keine Fremden in der Nachbarschaft. Einer Mehrheit sind sie aber auch eher nur vom Hörensagen bekannt.

Fremde als Nachbarn seien in Österreich „extrem unbeliebt“, berichtet die Tageszeitung „Der Standard“ über die Ergebnisse einer Nebenbefragung der Antisemitismusstudie des Parlaments. An der Aussage ist etwas dran: 41 Prozent der Befragten erklärten beispielsweise, dass sie Afghanen als Nachbaren sehr oder eher stören würden. Bei Roma und Sinti handelt es sich um 37, bei Syrern und Türken um jeweils 32 Prozent.

All das sagt sehr viel über die Stimmungslage aus. Einerseits. Andererseits: Fremde als Nachbaren sind einer Mehrheit der Österreicher wohl nur vom Hörensagen bekannt. Darauf lässt der „Integrationsmonitor Oberösterreich“ schließen, den das Sozialforschungsinstitut SORA im vergangenen Herbst erstellt hat (705 ab 16-Jährige sind dazu befragt worden > Details gibt’s hier).

Kontakte zu Zugewanderten sind demnach sehr, sehr rat. Täglich oder fast täglich gibt es sie „in der Nachbarschaft“ für gerade einmal 16 Prozent der Befragten. Mehrmals pro Woche oder mehrmals pro Monate für 17 bzw. 14 Prozent. Seltener oder nie haben in Summe 52 Prozent Kontakt auf dieser Ebene.

In anderen Zusammenhängen schaut es übrigens nicht viel besser aus: Was Kontakte „in der Freizeit“ oder „bei der Arbeit“ angeht, sind die Verhältnisse ähnlich. Bei der Arbeit haben zwar mit 21 Prozent mehr täglich Kontakt, aber mit 61 Prozent auch mehr seltener oder nie.

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