Familiennachzug vernachlässigbar?

FAKTEN-CHECK. Gemessen an der Zahl der Asyl-Antragseller ist jene der Angehörigen, die später nachziehen, verschwindend klein. 

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FAKTEN-CHECK. Gemessen an der Zahl der Asyl-Antragseller ist jene der Angehörigen, die später nachziehen, verschwindend klein.

Österreich ist mit einer Flüchtlingswelle konfrontiert – und die Vorschläge, wie man diese eindämmen könnte, häufen sich. Nach FPÖ- fordern auch immer mehr ÖVP-Politiker, Zäune zu errichten. Unter anderem Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) spricht sich wiederum dafür aus, den Familiennachzug einzudämmen. Doch ist der Familiennachzug das große Problem? Stehen hinter einem Asylwerber bereits viele Frauen und Kinder an der Grenze? Die Zahlen sagen: nein.

Das Innenministerium verzeichnete heuer bis Ende August 46.133 Asylanträge – und, wie Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung mitteilt, 4356 Nachzüge vom Familienangehörigen.

Der Einwand, die große Welle werde erst mit einiger Verzögerung kommen, lässt sich nicht bestätigen: Schon in der Vergangenheit lagt der Anteil der Nachzüge an den Asylanträgen immer unter einem Zehntel.

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