Asylwerber: Kaum Syrer in der Schweiz

ZAHLEN ZUM TAG. Die Eidgenossenschaft bleibt von der Flüchtlingswelle aus dem Bürgerkriegsland weitestgehend verschont.

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ZAHLEN ZUM TAG. Die Eidgenossenschaft bleibt von der Flüchtlingswelle aus dem Bürgerkriegsland weitestgehend verschont.

Während sich Deutschland und Österreich mit der Flüchtlingswelle aus Syrien zunehmend überfordert sehen, bleibt die Schweiz davon weitestgehend verschont. Was nicht heißt, dass sie keine Herausforderungen zu bewältigen hat. Die Eidgenossenschaft ist mit besonders vielen Menschen aus Eritrea konfrontiert, wo Diktator Isayas Afewerki eine Willkürherrschaft entwickelt hat.

Deutschland registrierte in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres 362.153 Asylwerber, Österreich 68.589 und die Schweiz 28.962. Gemessen an der Wohnbevölkerung waren es in der Eidgenossenschaft damit nur etwa halb so viele wie hierzulande. Auffallend ist, dass die Verteilung der Herkunftsländer höchst unterschiedlich ist: In Deutschland kommt jeder dritte Asylwerber aus Syrien. Danach folgen Balkanländer. In Österreich ist ebenfalls jeder dritte aus Syrien, daneben handelt es sich vor allem aber um Menschen aus Afghanistan und dem Irak.

Ganz anders die Verhältnisse in der Schweiz: Von Jänner bis einschließlich Oktober 2015 gab es dort nur 2958 Asylanträge von Syrern; das entsprach nur einem Zehntel aller Anträge. Dreimal so hoch als die Zahl der Syrer war jene der Eritreer, die sich um einen Flüchtlingsstatus bemühten. Aus gutem Grund ganz offensichtlich, hält die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ doch fest: „Die Menschen fliehen vor dem menschenverachtenden System des Diktators aus dem „Nordkorea Afrikas“.“

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