#Asyl Von wegen „Wirtschaftsflüchtlinge“: Bereits 76 Prozent aus Kriegsländern

ANALYSE. Nicht nur aus Syrien fliehen immer mehr Menschen nach Österreich, sondern vor allem auch aus dem Irak. Bei ihnen gibt es eine Vervielfachung gegenüber dem Vorjahr. 

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ANALYSE. Nicht nur aus Syrien fliehen immer mehr Menschen nach Österreich, sondern vor allem auch aus dem Irak.

Wer das „Asylproblem“ an der Wurzel packen will, muss nicht lange suchen: Die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge kommt aus dem Nahen Osten, wo die islamistische Terrormiliz IS wütet. Wobei der Anteil der Iraker zuletzt besonders stark gestiegen ist.

57,1 Prozent der Asylwerber, die das Innenministerium im Juni des vergangenen Jahres registrierte, sind aus einem Land gekommen, in dem nach Angaben des Außenministeriums ein Bürgerkrieg oder bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen: Syrien, Afghanistan, Irak und Somalia. Im heurigen Juni betrug ihr Anteil bereits 75,8 Prozent. Jeder dritte Flüchtling stammt aus Syrien, jeder vierte aus dem Afghanistan – und bereits jeder sechste aus dem Irak. Der Anteil der Iraker ist im vergangenen Jahr besonders stark gestiegen; nämlich von 2,8 auf 16,6 Prozent.

Das Außenministerium hat für die drei Staaten im Nahen Osten sowie Somalia eine Reisewarnung ausgegeben. Als Ursachen für eine solche Bewertung werden „kriegsähnliche Zustände, verhängtes Kriegsrecht, Krieg, Bürgerkrieg“ angegeben. Insgesamt ist die Zahl der Asylwerber im heurigen Juni mit 7538 um das Viereinhalbfache höher gewesen als im Vorjahr. Die Zahl der Syrer und Afghanen ist um jeweils das Fünfeinhalbfache auf 2424 bzw. 1789 gestiegen, jene der Iraker gar um das 27-fache auf 1254. Asylwerber

> Zu den Asylstatistiken des Innenministeriums

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