Was Plakolm widerspricht

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ZAHLEN ZUM TAG. Sechs von zehn Menschen in Österreich sagen, dass Einwanderer einen positiven Beitrag für das Land leisten.

„Ich denke, es überrascht wenig, dass die Stimmung punkto Integration und Zuwanderung nicht die beste ist“, hat Integrationsministerin Claudia Plakolm bzw. (seit ihrer Hochzeit vor wenigen Tagen) Bauer (ÖVP) im Dezember bei der Präsentation von Umfrageergebnissen gesagt. Es waren die Umfrageergebnisse, aus denen ihre Partei dann ein Posting mit der „Fragestellung“ bastelte: „Wusstest du, dass zwei Drittel das Zusammenleben mit Muslimen als schwierig empfinden?“

Es wirkt offensichtlich: Plakolm und die Volkspartei wollen ein Problem hervorheben und vergrößern. Sie könnten, wenn es ihnen um Lösungen gehen würde, auch ganz anders. Die Menschen in Österreich ticken alles in allem nämlich nicht so wie sie tun. Beispiel: 59 Prozent finden, dass Einwanderer einen positiven Beitrag für das Land leisten. Das ist eine klare Mehrheit.

Bemerkenswerter: Im EU-Vergleich sind es damit sogar überdurchschnittlich viele. Europaweit sind es nur 57 Prozent. Schaut man sich die einzelnen Länderwerte an, stellt man fest, dass sie vor allem eher dort hoch sind, wo viele Migranten leben. In Schweden etwa sehen 88 Prozent einen positiven Beitrag, in Dänemark 71 und in Deutschland 63 Prozent.

Umgekehrt handelt es sich in Ungarn zum Beispiel um lediglich 36 Prozent sowie in Bulgarien und Lettland um jeweils 27 Prozent.

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