Urlaub wird Luxusgut

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ZAHLEN ZUM TAG. Reisebeschränkungen: „Urlaub in Österreich“ ist schön, aber teurer als in Italien, der Türkei und Griechenland.

Natürlich wirbt die Bundesregierung dafür, heuer Urlaub in Österreich zu machen. Ausländische Gäste werden ausbleiben. Im Übrigen gibt es bei alledem jedoch ein rot-weiß-rotes Druckmittel: Reisebeschränkungen. Im Unterschied zur Schweiz, die die Grenzen zu Italien Anfang Juli öffnen möchte, gibt es vergleichbare Signale aus Österreich nicht. Im Gegenteil, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) bremsen. Sprich: Wer eine Woche Adria bucht, riskiert viel.

Urlaub könnte sich unter diesen Umständen zu einem Luxusgut entwickeln. Abgesehen davon, dass viele Arbeitslose und „Kurzarbeiter“ ohnehin kein Geld dafür locker machen können, wird er vielen weiteren Leuten ganz einfach zu teuer: Eine Unterkunft am Wörthersee kostet mehr als ein vergleichbares Appartement oder Hotel an den meisten Mittelmeerstränden.

Eine Ahnung dazu bekommt man durch den „Urlaubseuro“, der alle Jahre wieder Anfang Mai durch die Medien geht. Außer heuer. Da war nichts davon zu lesen. Im Grunde genommen handelt es sich um einen Kaufkraft-Vergleich: 100 Euro in Österreich sind im Ausland so und so weil wert, kann man sich so und so viel leisten.

2019 waren 100 Euro in Italien 107 Euro wert. Sprich: Das Land war summa summarum etwas billiger. Extremer noch waren die Verhältnisse in Kroatien mit 142 Euro; dort konnte sich der Österreicher quasi das Eineinhalbfache leisten. Ganz zu schweigen von der Türkei (219 Euro), wo es sich um mehr als das Doppelte handelte. In Spanien und Griechenland waren die Verhältnisse mit 121 und 127 Euro ähnlich. Wesentlich günstiger war wiederum Ungarn (171 Euro).

Teurer als in Österreich war ein Urlaub in Frankreich und der Schweiz, gleich teuer in Deutschland (101 Euro) und Großbritannien (100 Euro).

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