Lebenserwartung gesunken

ANALYSE. Grippe- und Hitzewellen haben im vergangenen Jahren vor allem Älteren zugesetzt. 

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ANALYSE. Grippe- und Hitzewellen haben im vergangenen Jahren vor allem Älteren zugesetzt.

Eine Pensionsautomatik, die sich allein an der Entwicklung der Lebenserwartung orientiert, hätte zuletzt zu einem überraschenden Ergebnis geführt: Das Antrittsalter von Frauen und Männern wäre gesenkt worden. Grund: Die Lebenserwartung ist 2015 nicht gestiegen, sondern gesunken.

Dass die Lebenserwartung entgegen dem langfristigen Trend zwischendurch einmal zurückgeht, kommt vor, heißt es bei Statistik Austria. Zuletzt war dies etwa 2009 und 2003 der Fall. Bemerkenswert ist jedoch, dass das Ausmaß damals mit 0,1 bis maximal 0,2 Jahren geringer war als 2015. Da sank die Lebenserwartung der Männer um knapp 0,3 Jahre auf 78,63 und jene der Frauen um rund 0,2 Jahre auf 83,59.

Dass die Lebenserwartung nicht endlos steigt, ist international feststellbar: In den USA etwa geht sie bei der Arbeiterklasse seit geraumer Zeit zurück. Und auch in der Schweiz ist sie im vergangenen Jahr sowohl bei Frauen als auch bei Männern um 0,2 Jahre gesunken.

Mit den Erklärungen ist man bei Statistik Austria noch vorsichtig, hat für 2015 aber immerhin zwei parat: Zum einen die Grippewelle im Winter und zum anderen die Hitzewelle im Sommer. Untermauert wird dies dadurch, dass Mortalitätsraten Älterer in den entsprechenden Zeiten (Jänner bis März und Juli, August) höher waren als sonst.

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