Inserate: Sportförderung in „Heute“ beworben

BERICHT. Projekt „Rio 2016“: Laut Doskozil geht es darum, zu informieren, wie effizient der Bund die Hoffnungsträger unterstütze. 

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BERICHT. Projekt „Rio 2016“: Laut Doskozil geht es darum, zu informieren, wie effizient der Bund die Hoffnungsträger unterstütze.

Die Inseratenpolitik der Bundesregierung treibt immer wieder neue Blüten: Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ), der auch für Sport zuständig ist, bestätigt, dass sein Ressort Mitte März um „rund 25.000 Euro“ in der Gratiszeitung „Heute“ über die Athletenförderung zu den Olympischen Sommerspielen in Rio informiert habe. Ob sich diese Politik unter dem neuen Kanzler ändern wird, ist offen; Christian Kern (SPÖ) hat in einem ersten ZiB2-Interview erklärt, dass er sich noch nicht damit befasst habe, allerdings auch betont: „Unsere vorrangige Aufgabe ist es nicht zu inserieren, sondern Politik zu machen.“

Doch zurück zum Sport-Inserat: Nachdem die Olympischen Sommerspiele 2012 in London ohne Medaillen für Österreich geblieben waren, starte die Republik das „Olympia-Projekt RIO 2016“. Bisher wurden unter diesem Titel laut Hans Peter Doskozil immerhin 20 Millionen zur Verfügung gestellt: „Hieraus werden sowohl erweiterte Förderungsmaßnahmen zur athletinnen- und athletenspezifischen Unterstützung für Training und Wettkampf, als auch allfällig notwendige Investitionen in dauerhafte Infrastruktur für den Leistungs- und Spitzensport finanziert. Alle geförderten Maßnahmen verfolgen das Ziel, den Spitzsportlerinnen und Spitzsportlern bestmögliche Voraussetzungen zu bieten, um sich voll und ganz auf das Ziel, bei den Olympischen Spielen in Rio Medaillen für Österreich zu gewinnen, fokussieren zu können.“

Daneben gibt es ganz offensichtlich aber noch budgetären Spielraum für Inserate.

Daneben gibt es ganz offensichtlich aber noch budgetären Spielraum für Inserate. Der FPÖ-Abgeordnete Walter Rosenkranz wunderte sich jedenfalls Mitte März über ein solches in der Gratiszeitung „Heute“: „RIO 2016: Junge Talente am Start!“, lautete der Titel der redaktionell anmutenden Schaltung. Doskozil verteidigt dies in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung gegenüber Rosenkranz: Es gelte, einer „Informationspflicht über dieses ambitionierte Projekt gegenüber der Bevölkerung“ nachzukommen: „Insbesondere junge Menschen sollen regelmäßig über die sportlichen Leistungen informiert werden, die Athletinnen und Athleten für Österreich erbringen, um dadurch auch deren Vorbildwirkung zu verstärken.“ Und: „Die Kosten für dieses Inserat betragen inklusive Sonderrabatt von 15 % rund 25.000 Euro.“

Faksimile Inserat (Quelle: Anfrage):

 

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