Vor allem im Osten gibt’s ein Gewichtsproblem

ZAHLEN ZUM TAG. Im Burgenland zählt fast jeder zweite Stellungspflichtige zu den Risikokandidaten.

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ZAHLEN ZUM TAG. Im Burgenland zählt fast jeder zweite Stellungspflichtige zu den Risikokandidaten.

Gut jeder dritte Schüler sei übergewichtig, melden österreichische Medien unter Berufung auf eine WHO-Studie. Wie vorsichtig man mit solchen Aussagen sein sollte, zeigt ein Blick in die wohl beste Erhebung, die es zum Thema gibt: Der Tauglichkeitsprüfung, der alle 17- oder 18-jährigen Männer mit österreichischer Staatsbürgerschaft unerzogen werden.

Statistik Austria weist dazu nach Bundesländern den sogenannten WHtR-Wert aus; dieser ist aussagekräftiger als der Body-Mass-Index (BMI), weil er die Verteilung des Körperfetts zum Ausdruck bringt. Ermittelt wird er über das Verhältnis zwischen Taillenumfang und Körpergröße. Für unter 40-Jährige ist ein Wert von über 0,5 kritisch – wer darüber liegt, ist also mit einem gewissen Gesundheitsrisiko konfrontiert.

Und was das betrifft, gibt es in Österreich ein erhebliches West-Ost-Gefälle. Von Vorarlberg über Tirol, Kärnten, Salzburg, Nieder- und Oberösterreich bestand 2015 bei 87,2 bis 80,5 Prozent der Stellungspflichtigen kein Risiko. Ihr Gewicht war okay. Zwischen 12,8 Prozent in Vorarlberg und 19,5 Prozent in Oberösterreich hatten ein Problem; bei ihnen bestand ein Risiko.

Ganz anders die Verhältnisse in Wien, der Steiermark und vor allem dem Burgenland: Bei nur 67 bis 57,4 Prozent wurde dort kein Risiko festgestellt, bei 33 Prozent bis 42,6 dagegen sehr wohl eines – wobei letzteres auf die Burgenländer zutraf.

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