Atomlüge

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BERICHT. Tschechien ist das zweitwichtigste Stromimportland Österreichs. Das ergibt einen Mix aus Kohle – und Atomkraft.

Die „Krone“ hat gar von einem „Atomangriff“ berichtet. Anlass sind Pläne der EU-Kommission, Atomstrom als „grün“ im Sinne des Klimaschutzes einzustufen. Eine Mehrheit der Mitgliedstaaten ist dafür, Österreich ist dagegen. Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) kündigt eine Klage für den Fall an, dass damit ernst gemacht wird. Hierzulande gibt man sich gerne „atomkraftfrei“. Problem: Ein guter Teil des Stroms, der verbraucht wird, stammt aus Atomkraftwerken.

Stromproduktion und -verbrauch entwickeln sich so unterschiedlich, dass Österreich immer wieder auch sehr viel importieren muss. 2020 handelte es sich laut „EnergieControl“ um 24.523 Gigawattstunden (GWh). Das entsprach etwa einem Viertel des gesamten Stromverbrauchs.

Pikant: Vom importierten Strom stammen knapp zwei Drittel aus Deutschland und ein Drittel aus Tschechien. Dort wiederum setzt man zur Stromerzeugung zur Hälfte auf Kohle und zu einem Drittel auf Atomkraft.

Immerhin will Österreich unabhängiger werden. Bis 2030 soll das Ziel erreicht werden, 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen wie Wasserkraft zu lukrieren. Das ist im „Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz“ festgeschrieben. Wie der Name schon sagt, müssen diese Quellen aber erst ausreichend erweitert werden.

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2 Kommentare
  1. Ing.Friedel Hans 11 Monaten ago

    Danke für diesen aktuellen Bericht. Interessant wäre auch das Gesamtstromaufkommen für den Berichtszeitraum für eine Gesamtübersicht.
    Interessant wär auch mal ein Auflistung aller verantwortlichen Politiker seit der Abstimmung zu Zwentendorf(1978) wer bis heute(2022) SCHULD hat das noch mmer nicht für Neubauten sinnvolle Warmwasser und Fotovoltaikanlagen eingebaut werden müssen und wie wenige Prozent der Gesamtbausumme gekostet hätte und wieviel Volksvermögen dadurch ins Ausland (Ölindustrie,Atomindustrie,Gasindustrie) geflossen ist (Alle Aktionäääre haben sich gefreut. der CO2 Wahnsinn leider auch besonders…). Mein Beitrag war 1978 der Selbstbau einer 4m2 Warmwassersolaranlage, die bis heute 43 Jahre arbeitet und der (ÖVP) Bürgermeister bei der Bauverhandlung zu mir sagte: „Warum machens denn des , des wird net Funktionieren!“. Ein Dipl.Bauingenieur war das. Und seit 10 Jahren erzeugt meine 4kwp Fotovoltaikanlage ziemlich genau meinen Jahresverbrauch und ich zahle nur die Leitungsanbindung mit Einspeisung im Sommer und Teilbezug im Winter (Täglich 6kwh). Zusehen beim Spaziergang in Perchtoldsorf in der Barbachgasse 15 . Mit freund. Grüßen, Ing.Friedel Hans am 7.1.2022 .Siehe auch

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  2. Gerhard Metz 11 Monaten ago

    Danke Friedel für deinen Beitrag und deine Frage – Ja die Antwort, d.h. Auflistung aller Politiker die das verhindert haben wäre wirklich interessant – aber bitte mit Angabe der PÜartei Zugehörigkeit

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