Zweite Welle lässt nach

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ZAHLEN ZUM TAG. Auch im siebentägigen Mittel ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen zuletzt gesunken.

Gut möglich, dass der Kanzler wieder einmal daneben liegt mit einer Prognose: Am 13. September hatte er davon gesprochen, dass Österreich am Beginn einer zweiten COVID-19-Welle stehe; dass es immer mehr Ansteckungen gebe und bald die Marke von 1000 pro Tag erreicht sein werde. Nun: Zum Glück sind schon ab dem 13. März die Zuwächse kleiner geworden und zuletzt sogar gesunken.

Siehe Grafik 1: Ende vergangener Woche sind in Wien im Schnitt 17,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner dazugekommen, Mitte dieser Woche waren es 16,3. Auch in Tirol und Vorarlberg war die Entwicklung summa summarum rückläufig. Österreichweit betrug der Wert zuletzt 8,2.

Das sind erstens noch immer zu viele Neuinfektionen und zweitens muss sich dieser Trend erst verfestigen. Es besteht aber eben Grund zur Hoffnung, dass sich Schlimmeres abwenden lässt. Zumindest vorerst. 1000 Neuinfektionen an einem Tag wird es wohl früh genug geben.

Zurück zu den Zahlen bzw. zu Grafik 2: Grundsätzlich sind sie an Wochenenden niedriger und dazwischen höher. Auffallend ist jedoch, dass die Neuinfektionen in den 24 Stunden bis Dienstag- und Mittwochmorgen diesmal deutlich niedriger waren als vor einer Woche. Und zwar sowohl österreichweit als auch in Wien. Vergangene Woche waren es am Dienstag 766 bzw. 417 und am Mittwoch 747 bzw. 315, diese Woche am Dienstag 662 bzw. 277 und am Mittwoch 611 bzw. 269.

Dass die Ausbreitung des Virus weniger denn je Naturgesetzen folgt und beeinflussbar ist, zeigt im Übrigen auch das eine oder andere Nachbarland. Beispiel Schweiz: Dort gab es in den vergangenen Monaten eine ähnlich kontinuierliche Steigerung der Infektionszahlen wie in Österreich; zuletzt kam es jedoch nicht nur zu keiner Vervielfachung, sondern zu einem Rückgang.

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2 Kommentare
  1. Werner 1 Monat ago

    Ich nehme an, statt 13. März ist 13. September bzw. was anderes gemeint.

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    • Johannes Huber 1 Monat ago

      13. September. Vielen Dank für den Hinweis! Mit freundlichen Grüßen, Johannes Huber

      Reply

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