Wer (noch) raucht

ZAHLEN ZUM TAG. Koalitionsverhandler machen den blauen Dunst, der sich zunehmend aus der Öffentlichkeit verzieht, zum Thema. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Koalitionsverhandler machen den blauen Dunst, der sich zunehmend aus der Öffentlichkeit verzieht, zum Thema.

Die FPÖ drängt darauf, dass das geplante Rauchverbot in Lokalen zurückgenommen wird. Parteichef Heinz-Christian Strache besuchte Anfang Dezember sogar eine entsprechende Demonstration in Wien. Bei den Koalitionsverhandlungen macht er sich ebenfalls dafür stark. Dabei sollte man glauben, dass sich die meisten Österreicher schon daran gewöhnt haben, dass in öffentlichen Einrichtungen und zunehmend auch in Gastronomiebetrieben nicht mehr geraut wird. 

Die Zahl der Raucher sollte jedoch nicht unterschätzt werden: Gut ein Viertel der Männer und Frauen ab 16 gehören laut Statistik Austria dazu. Das sind rund zwei Millionen. Wobei bemerkenswert ist, dass sich die Verhältnisse geändert haben: Anfang der 1970er Jahren rauchten noch vier von zehn Männern, aber nur eine von zehn Frauen.

Detailliertere Zahlen gibt es von den stellungspflichtigen Männern: In dieser Gruppe raucht jeder Dritte. Stand: 2015. Und das ist wiederum extrem unterschiedlich, wenn man sich eine Aufschlüsselung nach Bildungsstand anschaut: Bei denen, die kurz vor der Matura stehen, sind es nur 16,1 Prozent. Bei denen, die maximal einen Pflichtschulabschluss haben, 42,4 Prozent. Bei all jenen ohne positiven Pflichtschulabschluss rauchen mit 56,1 Prozent gar mehr als die Hälfte.

Womit wir wieder zur FPÖ zurückkehren können. Laut SORA-Befragung bei der Nationalratswahl war sie in folgenden Gruppen so ziemich am stärksten: Männern (29 Prozent), unter 29-Jährigen (30 Prozent), maximal Pflichtschul- oder Lehrabsolventen (33 bzw. 37 Prozent). Die Partei punktete also bei Leuten, die eher rauchen. Zum Vergleich: Insgesamt kam sie auf 26 Prozent. 

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