Problem: Alt oder langzeitarbeitslos

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BERICHT. Bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit gibt es enorme Unterschiede nach Alter und Dauer.

Die gute Nachricht: Im März verzeichnete das AMS um ein Viertel weniger Arbeitslose als im Lockdown vor einem Jahr. Und: Besonders bei Jungen hat sich die Lage verbessert. Bei Frauen und Männern bis 24 ging die Zahl um 42 Prozent auf 33.396 zurück. Die schlechte Nachricht: Absolut am meisten Arbeitslose gab es in der Gruppe der 55- bis 59-Jährigen mit 58.409; hier gab es auch nur einen Rückgang von rund zehn Prozent. Schlimmer noch schaut es für ab 60-Jährige aus: 20.679 sind das zwar relativ wenige. Ihre Zahl ist aber um ein Prozent höher als vor einem Jahr.

Die Regierung will unter Federführung von Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) besondere Initiativen für Langzeitarbeitslose setzen. Der Bedarf ist riesig: Vor einem Jahr war jeder zehnte Arbeitslose ein Jahr oder länger ohne Job. Heute ist es jeder Vierte.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich auf knapp 100.000 beinahe verdoppelt. Laut AMS-Datenbank war sie im März in sämtlichen Arbeitsgruppen deutlich höher als im Frühjahr 2020. Bei unter 25-Jährigen hat sich die Zahl auf 1386 beinahe verzehnfacht. Absolut sind auch hier 55- bis 59-Jährigen mit 21.397 am stärksten betroffen (plus 63 Prozent). Bei ab 60-Jährigen ist die Zahl um die Hälfte auf 10.434 gestiegen.

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