Lohnschere wächst nach Westen

ZAHLEN ZUM TAG. In Wien sind die Unterschiede zwischen Frauen und Männern am kleinsten, in Vorarlberg am größten. 

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ZAHLEN ZUM TAG. In Wien sind die Unterschiede zwischen Frauen und Männern am kleinsten, in Vorarlberg am größten.

In Österreich verdienen Frauen durchschnittlich mit 20.706 Euro brutto im Jahr nur 61 Prozent dessen, was Männer erreichen. Dieser Unterschied ist zur Hälfte schon darauf zurückzuführen, dass sie viel öfter nur Teilzeit arbeiten. Aussagekräftiger ist es daher, ausschließlich Vollzeitbeschäftigte zu berücksichtigen, wie es der Rechnungshof in seinem jüngsten Einkommensbericht ebenfalls getan hat: Frauen verdienten demnach im vergangenen Jahr durchschnittlich 35.125 Euro – und damit 82 Prozent des Männerlohns (46.434 Euro).

Auffallend: Die Schere geht nach Westen hin auf. In Wien kommen Frauen im Schnitt zu 91 Prozent an die Männer heran. In Vorarlberg dagegen müssen sie sich mit 73 Prozent begnügen (siehe Grafik). Entscheidend sind die Qualifikation und die meist damit einhergehende berufliche Stellung: In Wien ist etwa der Beamtinnenanteil höher; sie verdienen mit 103 Prozent laut Rechnungshof sogar etwas mehr als Männer. Arbeiterinnen und Angestellte, deren Anteil im Westen höher ist, müssen sich mit rund 70 Prozent begnügen.

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