Impfturbo hat stark nachgelassen

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ZAHLEN ZUM TAG. Im Juni gab es um gut ein Drittel weniger Erststiche als im Mai. Größte Rückgänge in Oberösterreich und Salzburg.

54 Prozent der Gesamtbevölkerung haben zumindest eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Auffallend: Österreichweit ist der Anteil zuletzt deutlich schwächer gestiegen als im Mai. Ausnahme: Wien.

Die Prozentwerte, die dieSubstanz.at ermittelt hat, basieren auf aktuellen Bevölkerungsdaten von Statistik Austria sowie den Impfdaten, die das Gesundheitsministerium ausweist. Bis 5. Februar hatten gerade einmal 2,3 Prozent der Gesamtbevölkerung eine erste Dosis erhalten. Im Monat darauf bis 6. März handelte es sich um 3,6, bis Anfang April um 8,3 Prozent.

Um Ostern wurde nicht nur ein sogenannter Impfturbo ausgerufen, sondern auch Realität: Von 6. April wird 5. Mai wurden 13 Prozent der Bevölkerung erstgeimpft, in weiterer Folge bis 5. Juni immerhin 15,7 Prozent. Zuletzt, von 6. Juni bis 5. Juli, waren es nur noch 11,1 Prozent. Das war um knapp ein Drittel weniger.

Die Unterschiede nach Bundesländern haben sich zuletzt verringert: Wien hat nicht nur aufgeholt, sondern mit einem Gesamtanteil von 52,2 Prozent gerade auch Salzburg (51,9 Prozent) und Oberösterreich (49,7 Prozent) überholt. In der Bundeshauptstadt wurden von Anfang Juni bis Anfang Juli 13,4 Prozent geimpft, in Oberösterreich und Salzburg nur noch 7,6 bzw. 7,5 Prozent.

Die höchste „Impfrate“ hat das Burgenland (60,3 Prozent), vor Niederösterreich (59,2 Prozent), Vorarlberg (55,6), Tirol (55,4), der Steiermark (54,1) und Kärnten (53 Prozent).

Es wird naturgemäß immer schwieriger, das „Tempo“ zu halten. Weniger aufgrund des schönen Wetters, sondern mehr, weil sich laut „Corona Panel“ der Uni Wien schon beinahe alle impfen lassen haben, die bereit dazu sind. Eher oder sicher bereit dazu sind demnach nur noch sechs Prozent der Bevölkerung.

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