HTL: Überwiegend männlich

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ZAHLEN ZUM TAG. Auch im Bildungsbereich haben sich gewisse Geschlechterrollen gehalten, wie die Statistik zeigt. Pikant: Verhaltensaufälligkeiten in Österreich nicht weiter untersucht.

Die „Spuck-Affäre“ an der HTL Wien-Ottakring sorgt seit Tagen für Schlagzeilen. Ein Lehrer soll einen Schüler attackiert haben. Allerdings hat es dazu ganz offensichtlich auch eine Vorgeschichte gegeben; ein Schüler hat demnach den Lehrer provoziert – nähere Untersuchungen laufen.

Höhere Technische und gewerbliche Lehranstalten sind ganz grundsätzlich spezielle Schulen insofern geblieben, als sie nach wie vor überwiegend von Burschen besucht werden. Österreichweit betrug ihr Anteil 2017/18 ganze 85 Prozent, wie den Zahlen zu entnehmen ist, die die Statistik Austria führt. Sprich: Mädchen waren mit 15 Prozent in der Minderheit.

Die Anteile sind von Fachrichtungen abhängig und summa summarum nach Bundesländern unterschiedlich. Im Burgenland beträgt der Burschenanteil gar 91 Prozent. In Wien handelt es sich um 83 Prozent – 7386 Burschen stehen dort lediglich 1565 junge Frauen gegenüber.

Burschen häufiger als Mädchen „auffällig“

In Deutschland geht man laut „Österreichischem Kinder- und Jugendgesundheitsbericht“ auf Basis einer Untersuchung davon aus, dass rund 15 Prozent der 3- bis 17-Jährigen ein erhöhtes Risiko für psychische Auffälligkeiten aufweisen. Etwa die Hälfte davon werde als auffällig bzw. als grenzwertig auffällig eingestuft. Am häufigsten würden aggressiv-dissoziale Verhaltensweisen auftreten (30,8 Prozent). Pikant: „In Österreich gibt es keine mit Deutschland vergleichbaren Daten zu psychischen Erkrankungen bzw. Auffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen“, so der Bericht.

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