Gleichstellung: Österreich zurückgefallen

ZAHLEN ZUM FRAUENTAG. EU-Index: Vorstandsetagen sind noch immer männerdominiert, während Frauen eher die Haushaltsarbeit bleibt.

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ZAHLEN ZUM FRAUENTAG. EU-Index: Vorstandsetagen sind noch immer männerdominiert, während Frauen eher die Haushaltsarbeit bleibt.

Was die Gleichstellung der Geschlechter angeht, zählt Österreich nicht zu den besten EU-Ländern; es schneidet beim „European Gender Index“ sogar leicht unterdurchschnittlich ab. Volle Gleichstellung würde bei diesem Index 100 Punkten entsprechen. Das erreicht kein Land. Schweden kam diesem Wert 2015 mit 82,6 Punkten am nächsten. Der EU-Schnitt belief sich auf 66,2 Punkte. Österreich hielt 63,3. Schlusslicht: Griechenland mit 50 Punkten.

Gegenüber 2005, als der Index zum ersten Mal ausgewiesen wurde, haben sich die EU-Länder insgesamt zwar verbessert. Aber unterschiedlich stark. Mit 59,5 Punkten war Österreich dem Schnitt (62) damals sogar etwas näher als heute; der Rückstand hat sich von 2,5 auf 2,9 Punkte leicht vergrößert.

Der Index basiert auf 31 Indikatoren, die von Bildung über Arbeit bis Gesundheit reichen. Vergleichsweise gut schneidet Österreich demnach trotz aller Unterschiede bei den Einkommen ab. Am schlechtesten ist es um die Gleichstellung bei „Macht“ und „Zeit“ bestellt: 2015 waren z.B. nur 17,5 Prozent aller Vorstandsposten in größeren Unternehmen weiblich besetzt. Und zu Hause widmeten sich 35,6 Prozent der Frauen täglich um die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen, aber nur 20,8 Prozent der Männer. Außerdem kochten und putzten 83,3 Prozent der Frauen, aber nur 28,4 Prozent der Männer ebenso regelmäßig.

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