Es geht auch ohne Lockdown

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ZAHLEN ZUM TAG. In Österreich und Umgebung gehen die Fallzahlen zurück. In der Schweiz und in der Slowakei ist es ohne extreme Beschränkungen dazu gekommen.  

Österreich weist mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche auf als sämtliche Nachbarländer. Allerdings: Wie fast überall scheint es zeitversetzt auch hier zu einer Entspannung zu kommen. Das zeigt die Entwicklung der Inzidenz-Werte.

Bis zum 27. Oktober wies Tschechien ein exponentielles Wachstum auf: In kurzer Zeit war die Inzidenz, also die Zahl bestätigter Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, von rund 150 auf 841 explodiert. Seither sinkt sie – in Folge eines harten Lockdowns – immer stärker, am Sonntag (15. November) lag sie nur noch bei 423, also auf halbem Niveau.

Ob ein Lockdown für eine solche Entwicklung nötig ist, ist jedoch fraglich: Die Schweiz hat es ohne flächendeckende Stilllegungen versucht; sie sind dort lediglich auf einzelne Kantone beschränkt. Das Ergebnis ist beachtlich: Seit 6. November ist die Inzidenz von 669 auf immerhin 494 zurückgegangen.

Die Slowakei wählte den Weg „Massentestungen statt harter Lockdown“. Auch hier sind die Erfolge beträchtlich: Ähnlich wie in Tschechien ist die Inzidenz eingebrochen; hier seit 3. November (!) von 842 auf 542.

Relativ stabil sind die Entwicklungen in Italien, Ungarn, Slowenien, aber auch Deutschland, das eine Inzidenz von rund 140 aufweist. In diesem Fall herrscht jedoch Sorge, dass es ohne weitere Maßnahmen schwer möglich ist, runterzukommen.

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