„Ehe light“ boomt

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ZAHLEN ZUM TAG. Eingetragene Partnerschaft: Gemischtgeschlechtliche Paare sorgen für einen neuen Rekordwert.

Mit der ÖVP werde keine „Ehe light“ eingeführt, hatte die Volkspartei in den 2000er Jahren erklärt. Jetzt ist es auf Umwegen doch dazu gekommen, wie die „Vorarlberger Nachrichten“ berichten. Laut Statistik Austria zeichnet sich ein neuer Rekordwert bei der Begründung „Eingetragener Partnerschaften“ ab – wobei fast nur gemischtgeschlechtliche Paare dafür sorgen.

Um gleichgeschlechtliche Paare keine Ehe und auch keine „Ehe light“ zuzugestehen, ließ sich die ÖVP vor zehn Jahren lediglich darauf ein, eine „Eingetragene Partnerschaft“ für sie einzuführen. Sie sollte möglichst formlos und so gar nicht feierlich in irgendeiner Amtsstube besiegelt werden.

Vor rund zwei Jahren entschied der Verfassungsgerichtshof, dass auch Homosexuelle heiraten dürfen. Die „Eingetragene Partnerschaft“ wurde von ÖVP und FPÖ jedoch nicht abgeschafft, sondern ebenfalls für alle geöffnet. Ergebnis: Die „Eingetragene Partnerschaft“ hat sich zur „Ehe light“ für gemischtgeschlechtliche Paare entwickelt.

Allein im ersten Halbjahr 2019 gab es österreichweit 638 Begründungen. Das ist mehr als in allen Jahren seit 2011 von Jänner bis Dezember. im Einführungsjahr 2010 gab es insgesamt 705 Begründungen. Dieser Wert dürfte heuer bereits in den Sommermonaten übertroffen worden sein. Die Zahlen dafür liegen noch nicht vor.

Wie auch immer: Von den 638 Begründungen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres entfielen nur 78 auf gleichgeschlechtliche, aber 560 auf gemischtgeschlechtliche Paare.

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