Corona: Österreich weißer Fleck

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ZAHLEN ZUM TAG. Im Unterschied zu vielen anderen Staaten weiß man für die Alpenrepublik noch immer nicht, wie viele Patienten neu ins Spital kommen.

Viel spricht dafür, nicht nur auf die Inzidenz bestätigter Infektionen zu achten, um aussagekräftige Informationen über die Entwicklung der Pandemie zu bekommen, sondern unter anderem auch auf neue Spitalspatienten. Diesbezüglich gibt es in Österreich aber auch nach eineinhalb Jahren ein großes Problem: keine Daten.

Auf der Seite „Our World in Data“, die von der Uni Oxford betrieben wird, finden sich Auskünfte über die Inzidenz neuer Spitalspatienten pro Woche und Million Einwohner. In den USA handelte es sich zuletzt beispielsweise um 262, in Israel um 161, in Großbritannien um 91, in Frankreich um 86 und so weiter und so fort. Man könnte noch viele weitere Länder anführen, Italien etwa (24), Spanien (23), die Niederlande (23) und Deutschland (zehn).

Keine Zahl verfügbar ist jedoch für Österreich. Und das liegt nicht am Interesse von „Our World in Data“ oder etwa an der (kleinen) Größe des Landes, sondern vielmehr daran, dass dafür keine Daten ausgewiesen werden auf der Corona-Datenseite des Gesundheitsministeriums oder auf dem Dashboard der staatlichen Gesundheitsagentur AGES. Täglich aktualisiert werden lediglich die Angaben über die vorhandenen Spitalspatienten. Sie sind jedoch von bescheidener Aussagekraft: 99 heute und 100 morgen kann bedeuten, dass es einen oder aber auch 100 neue Patienten gibt, nachdem 99 entlassen worden sind (oder auch einzelne verstorben sind).

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