Bemerkenswerte Entwicklungen

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ZAHLEN ZUM TAG. In Südafrika und Norwegen hat sich das Infektionsgeschehen auf sehr hohem Niveau stabilisiert bzw. ist es eher sogar leicht rückläufig.

Dies ist keine Prognose und schon gar kein Hinweis darauf, was durch Omikron auf Österreich zukommen könnte. Es handelt sich schlicht um Momentaufnahmen aus Ländern, die früher dran sind. In Südafrika ist die Virusvariante zuerst entdeckt worden. Sie gilt als hochansteckend. In dem Land sind zuletzt so viele Neuinfektionen wie noch nie bestätigt worden, die Zahl ist in wenigen Tagen extrem stark gestiegen.

Hatte es sich Ende November laut Datenseite des Gesundheitsministeriums noch um keine 5000 gehandelt, so waren es am 12. Dezember fast 38.000. Am 15. Dezember wurden noch einmal über 25.000 ausgewiesen, seither gibt es einen Rückgang. Auch bei den Hospitalisierungen ist es zu einer Vervielfachung gekommen, die Werte haben sich zuletzt jedoch stabilisiert, wie die Behörde für übertragbare Krankheiten hier berichtet.

Auffallend ist, dass in Südafrika sehr wenig getestet wird. 28.520 Tests, die am 20. Dezember gemeldet wurden, standen fast 30 Prozent mit einem positiven Ergebnis gegenüber.

Daher ein Blick in ein anderes Land, das schon etwas länger mit Omikron konfrontiert ist: Norwegen. In Norwegen wurden in der stärksten Infektionswelle bisher keine 2000 Neuinfektionen pro Tag bestätig. Zuletzt waren es 6003 (am 14. Dezember). Seither haben sich die Zahlen stabilisiert.

Wie dieser norwegischen Datenseite zu entnehmen ist, wird auch im hohen Norden nicht besonders viel getestet, aktuell jedoch mehr als in der Vergangenheit sowie mit leicht rückläufigem Anteil positiver Ergebnisse. Die Zahl der Intensivpatienten hat sich von Anfang bis Mitte Dezember auf 122 verdoppelt. Aktuell beträgt sie 121.

Die Entwicklung des Infektionsgeschehens und der Hospitalisierungen sind abhängig von vielen Faktoren. Daher sollte man vorsichtig sein mit Rückschlüssen auf Österreich. Das ist das eine. Das andere: Sowohl in Südafrika als auch in Norwegen gibt es – gemessen am bisherigen Verlauf der Pandemie – noch immer extrem hohe Werte, die zu einer nachhaltigen Belastung führen. Daher hat zumindest Norwegen Maßnahmen verschärft.

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