Arbeitslosigkeit: Rauf und runter

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BERICHT. Der Branchenmix sorgt in Österreich für eine relativ konstante Quote. In touristischen Bezirk Landeck zum Bespiel ist das ganz, ganz anders.

Das AMS hat für den Oktober eine Arbeitslosenquote von sieben Prozent ausgewiesen. Verfolgt man die Entwicklungen in den Monaten davor, stellt man fest, dass es saisonale Schwankungen gibt, diese aber relativ gering sind. Konkret: Der Spitzenwert seit vergangenen November wurde mit neun Prozent im Jänner erreicht, Mitten im Winter also. Im Sommer handelte es sich zuletzt um 6,5 Prozent.

Vergleichsweise gering sind diese Schwankungen vor allem wohl aufgrund des Branchenmixes: In allen möglichen Bereichen sind Leute beschäftig, gibt es in einem oder nur in ein paar so gut wie nichts zu tun, macht sich das alles in allem weniger bemerkbar.

Ganz, ganz anders schaut das z.B. im Kärntner Bezirk Spittal/Drau aus, wo etwa die Baubranche stark vertreten ist. Hier erreichte die Arbeitslosenquote im vergangenen Winter bis zu 13,3 Prozent, um in den wärmeren Monaten auf bis zu 5,8 Prozent zu sinken. Das ist weniger als die Hälfte. Zuletzt handelt es sich wieder um 10,5 Prozent.

Noch extremer sind die Schwankungen im Tiroler Bezirk Landeck, der mit den Regionen Arlberg und Paznaun (Ischgl, Galtür etc.) sehr, sehr touristisch ist: Hier lässt sich aus dem Verlauf der Kurve nachvollziehen, wann Saison ist und wann gar nichts los ist. Im vergangenen Winter belief sich die Quote auf 2,8 Prozent, im Frühjahr schnellte sie auf 15,8 Prozent hoch, um im Juli wieder auf 2,3 Prozent zurückzugehen. Aktuell beläuft sie sich auf 15,8 Prozent – das ist zweimal höher als die Österreich-Quote (sieben Prozent) bzw. fast eineinhalb Mal höher als die Wien-Quote (elf Prozent).

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