Nach der Krise ist vor der Krise

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ZAHLEN ZUM TAG. Einige Spuren der Wirtschafts- und Finanzkrise haben sich aufgelöst. Das schafft gewisse Spielräume für das, was kommen könnte.

Was kommt, ist nicht absehbar. Es ist jedoch gut zu wissen, wie man dasteht. Was Österreich insgesamt betrifft, könnte man sich der Wirklichkeit mit sehr vielen Zahlen, Daten und Fakten annähern. Drei Beispiele, eine Botschaft: Zumindest budgetär befindet sich Österreich in einer ähnlichen Lage wie vor der Wirtschafts- und Finanzkrise Ende der 2000er Jahre. Das schafft gewisse Spielräume für das, was kommen könnte.

2007 belief sich die Staatsverschuldung auf 65 Prozent des BIP. Zuvor war sie höher gewesen, danach stieg sie in Folge der Krise extrem stark an. Schon 2010 handelte es sich um über 80 Prozent. Die Spitze wurde allerdings erst 2015 erreicht; mit 84,9 Prozent nämlich. Seither sinkt die Verschuldung. Für heuer sind bisher 67,2 Prozent erwartet worden. Ein Prozentpunkt entspricht rund vier Milliarden Euro.

Das gesamtstaatliche Defizit nach Maastricht belief sich 2009 auf 1,4 Prozent gemessen an der Wirtschaftsleistung (BIP). Bis 2009 kletterte es auf 5,3 Prozent. Gründe: Geringere Einnahmen und höhere Ausgaben. 2018 gab es erstmals einen Überschuss (0,2 Prozent). Im vergangenen Jahr handelte es sich um 0,4 Prozent und für heuer sind zuletzt 0,2 Prozent prognostiziert worden.

Die Arbeitslosigkeit ist zuletzt mit 7,3 Prozent etwas höher gewesen als 2007 (6,2 Prozent), aber niedriger als 2016, als sie mit 9,1 Prozent einen Spitzenwert erreichte.

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