Die Verlockung zum großen Schuldenmachen

ZAHLEN ZUM TAG. Der Bund steht immer stärker in der Kreide, der Zinsaufwand ist jedoch seit mehr als 15 Jahren nahezu unverändert. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Der Bund steht immer stärker in der Kreide, der Zinsaufwand ist jedoch seit mehr als 15 Jahren nahezu unverändert.

Mit Schulden ist es ja so: Wirklich wichtig ist nicht, wie hoch sie sind, sondern wie viel sie kosten. Und wenn man das bedenkt, dann wird erst nachvollziehbar, warum Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) so gelassen bleibt. Wie schon unter seinen Vorgängern sind die Bundesschulden weiter gestiegen; seit der Jahrtausendwende haben sie sich gar auf rund 200 Milliarden Euro verdoppelt.

Der Zinsaufwand, also die Kosten dafür, ist in dieser Zeit jedoch nahezu unverändert geblieben: 2000 handelte es sich um 6,76 Milliarden Euro, im vergangenen Jahr waren es 6,73 Milliarden Euro – sogar etwas weniger also. Das böse Erwachen kommt naturgemäß dann, wenn die Zinsen wieder steigen. Doch damit rechnet in absehbarer Zeit niemand. Also gibt’s weiter neue Schulden, als gäbe es kein Morgen.

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