Budgetdienst: Wenige zahlen mehr ein

BERICHT. Experten des Parlaments: Nur bei den oberen 30 Prozent sind Steuern und Beiträge höher als die Leistungen, die sie beziehen. 

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BERICHT. Experten des Parlaments: Nur bei den oberen 30 Prozent sind Steuern und Beiträge höher als die Leistungen, die sie beziehen.

Gut möglich, dass es dem einen oder anderen nicht bewusst ist. Kein Wunder: Gefühlt meinen viele, „vom Staat“ nur geschröpft zu werden. Die Wahrheit ist jedoch ernüchternd. Zumindest nahe kommt ihr jedenfalls eine Analyse des Budgetdienstes des Parlaments. Nur die oberen 30 Prozent zahlen demnach mehr ein als sie aus „dem System“ herausbekommen.

„Im Durchschnitt sind im unteren und mittleren Einkommensbereich die Transferleistungen höher als die geleisteten Abgaben“, teilt der Budgetdienst dem Abgeordneten Andreas Hanger (ÖVP) in einer Anfragebeantwortung mit. Und weiter: „Ungefähr ab dem 70. Perzentil wird der Saldo aus Abgaben und Transfers positiv, vor allem das oberste Einkommensdezil leistet aufgrund der progressiven Ausgestaltung der Einkommensteuer einen beträchtlichen Nettobeitrag.“

Zu beachten ist dabei jedoch dies: Der Budgetdienst hat in seiner Rechnung die Sozialversicherungsbeiträge und die Einkommensteuer, nicht aber indirekte Steuern wie die Umsatz- und die Mineralölstseuer berücksichtigt. Außerdem hält er selbst fest, „dass es sich um Durchschnittswerte handelt und diese jeweils Pensionen und Pensionsbeiträge beinhalten. Auch im unteren Einkommensbereich gibt es Haushalte, deren Abgabenleistung höher ist als die erhaltenen Transfers bzw. auch in den oberen Einkommensbereichen gibt es Haushalte mit einem negativen Nettobeitrag (v.a. Pensionistenhaushalte).“

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