Zuwanderung ist wieder voll europäisch

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ZAHLEN ZUM TAG. 94 Prozent entfielen im vergangenen Jahr auf nicht-österreichische Europäer. Rückwanderung nach Afrika.

Anders als von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in der Debatte über den Begriff „Bevölkerungsaustausch“ dargestellt, ist Migration keine Einbahnstraße. Im vergangenen Jahr kamen laut Statistik Austria um 40.017 nicht-österreichische Staatsbürger mehr ins Land als es verließen. Das ist die sogenannte Nettozuwanderung. 2015 war sie mit knapp 120.000 dreimal so groß.

Was im vergangenen Jahr außerdem bemerkenswert war: Mit 37.573 entfielen 94 Prozent der Nettozuwanderung auf Staatsbürger eines anderen europäischen Landes. An der Spitze steht nach wie vor Deutschland mit 6051 Männern, Frauen und Kindern.

Die Massenmigration, die Kurz aus Syrien, Afghanistan und Irak sowie Afrika nach Europa ausdrücklich ortet, gibt es zumindest im Falle Österreichs nicht mehr: 2018 kamen unterm Strich weniger Syrer nach Österreich als Afghanen und Iraker wegzogen. Sprich: Es gab Nettoabwanderung für diese drei Länder insgesamt. Dasselbe gilt für Afrika – im vergangenen Jahr wandern um 26 Staatsbürger des Kontinents mehr von Österreich ab als zu.

 

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