Asyl: War die Entspannung nur eine Einbildung?

ZAHLEN ZUM TAG. Im Unterschied zu Österreich gab es in Deutschland keinen vorübergehenden Rückgang der Erstanträge. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Im Unterschied zu Österreich gab es in Deutschland keinen vorübergehenden Rückgang der Erstanträge.

Kaum hatte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) die Balkanländer zu Beginn des Jahres dafür gewonnen, die Grenzen zu schließen und die Regierung vorsorglich eine „Obergrenze“ beschlossen, ging die Zahl der Asyl-Erstanträge in Österreich zurück: Nach 12.020 im vergangenen Oktober wurden im April nur noch 4004 verzeichnet.

Dass Europa insgesamt jedoch mit einem anhaltend großen Flüchtlingsandrang konfrontiert ist, legt die Statistik nahe, die das deutsche Bundesamt für Migration und Flüchtlinge führt: Im Nachbarland ist die Zahl der Erstanträge weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr wurde der Höchstwert mit 55.950 im November erreicht. Im heurigen Februar waren es gar 66.127 und im April immerhin 59.680. Eine Erklärung für diese Entwicklung ist, dass viele Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr angekommen sind, erst jetzt Asyl beantragen.

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