#Asyl Von 200 syrischen Flüchtlingen kam bisher einer nach Österreich

BERICHT. Mehr als vier Millionen Menschen haben das Bürgerkriegsland bereits verlassen. Nach Europa floh ein Bruchteil.

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BERICHT. Mehr als vier Millionen Menschen haben das Bürgerkriegsland bereits verlassen. Nach Europa floh ein Bruchteil.

So sehr Österreich mit einem Flüchtlingsdrama konfrontiert ist; und so sehr da und dort schon über die Grenzen der Belastbarkeit diskutiert wird: Es handelt sich nur um einen Bruchteil der gesamten Katastrophe. Laut UNHCR verließen bereits mehr als vier Millionen Menschen das Bürgerkriegsland. Die meisten flohen in die Türkei oder den Libanon. Nach Österreich sind bis zur Jahresmitte keine 20.000 gekommen.

Die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien sei erstmals auf mehr als vier Millionen gestiegen, so das UN-Hochkommissariat Anfang Juli. Exakt 4.013.292 waren es der Auflistung zufolge. Die meisten, nämlich 1,8 Millionen, hielten sich in der Türkei auf. Fast 1,2 Millionen im Libanon. Die beiden Länder beherbergten damit also etwa drei von vier syrischen Flüchtlingen.

Der Libanon ist etwa halb so groß wie Niederösterreich und hat drei Mal mehr Einwohner als das österreichische Bundesland.

Weitere 629.128 Menschen aus Syrien sind laut UNHCR nach Jordanien geflohen, 132.375 nach Ägypten und 24.055 in andere nordafrikanische Länder. In Summe ergibt das die erwähnten vier Millionen. Nicht enthalten sind in dieser Zahl laut UNHCR u.a. jene mehr als 270.000 Syrer, die Asylanträge in Europa eingebracht haben sowie „tausende andere, die aus Erstasylstaaten in Drittländern neu angesiedelt wurden“. In Summe ergibt sich daraus eine Zahl von rund 4,3 Millionen. Nach Österreich kamen seit Ausbruch des Bürgerkriegs insgesamt 18.774 Syrer, um sich hier um Asyl zu bemühen, wie der Statistik des Innenministeriums zu entnehmen ist. Das entspricht nicht einmal jedem 200., der das Land bisher verlassen hat.

Die Tendenz ist freilich steigend: Die österreichischen Asylbehörden waren 2012 erst mit 912 Syrern konfrontiert. 2013 waren es bereits doppelt so viele. Und heuer sind es allein im ersten Halbjahr mit 7692 schon fast so viele gewesen wie im gesamten Vorjahr (7754).

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