Asyl: Österreich zuerst

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ZAHLEN ZUM TAG. Deutschland verzeichnet bisher so gut wie keine Zunahme der Asylanträge.

In Österreich ist die Zahl der Asylanträge zuletzt stark gestiegen. Im Juli handelte es sich laut Innenministerium um 10.858. Seit Jänner sind insgesamt schon 41.909 zusammenkommen – und damit etwa drei Mal mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (14.156).

Ganz anders sind die Entwicklungen bisher in Deutschland, wie Eurostat-Angaben zu entnehmen ist: 15.155 Anträge im Juli entsprachen ziemlich genau so vielen wie vor einem Jahr. Die Summe seit Jänner (112.290) liegt im Übrigen nicht so weit über dem Niveau des Vorjahres (97.975) wie in Österreich.

Abgesehen davon sind die Unterschiede gemessen an der Bevölkerung extrem. Deutschland hat rund neun Mal mehr Einwohner, heuer bisher aber keine drei Mal mehr Asylanträge. Eine Erklärung dafür ist möglicherweise, dass die Entwicklung hierzulande dort erst verzögert ankommt. Viele Antragsteller bleiben nicht in Österreich, sondern ziehen weiter; das könnte sich in Deutschland erst bemerkbar machen.

Oder in anderen EU-Mitgliedsländern. Für alle 27 ist auf Basis der Eurostat-Daten vorerst nur so viel ablesbar: Im vergangenen Jahr kam es zu mehr und mehr Anträgen. Handelte es sich im Frühjahr um rund 30.000 pro Monat, so waren es ab August 60.000. Davon gibt es seither Abweichungen nach oben und nach unten. Im Mai 2022 waren es 61.105. Für Juni und Juli liegen noch keine Angaben vor.

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