Sozialausgaben: Erstmals 100 Milliarden Euro

ZAHLEN ZUM TAG. Auf Geld- und Sachleistungen im Rahmen der bedarfsorientierten Mindestsicherung entfallen 1,2 Milliarden Euro. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Auf Geld- und Sachleistungen im Rahmen der bedarfsorientierten Mindestsicherung entfallen 1,2 Milliarden Euro.

Österreichs Sozialausgaben werden heuer erstmals mehr als 100 Milliarden Euro betragen. Im vergangenen Jahren handelte es sich laut Statistik Austria – nach einem dreieinhalbprozentigen Wachstum – bereits um 99,87 Milliarden.

44 Prozent der Sozialausgaben entfallen auf altersbezogene Leistungen, wie Pensionen und Pflegegelder für Frauen ab 60 und Männer ab 65. Ein weiteres Viertel geht in der Gesundheitsversorgung auf, wobei vor allem die Spitäler ins Gewicht fallen. Ein Zehntel machen Familienleistungen, wie Beihilfen, aus.

Stark steigend, aber nach wie vor verhältnismäßig klein, sind die Ausgaben, die unter dem Titel „Soziale Ausgrenzung“ verbucht werden: Sie nahmen im vergangenen Jahr um 12,4 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro zu. Etwas mehr als die Hälfte – 1,20 Milliarden Euro – davon entfielen auf Geld- und Sachleistungen, die Länder und Gemeinden im Rahmen der bedarfsorientierten Mindestsicherung gewährten.

Die Sozialausgaben werden zu knapp zwei Dritteln durch Beiträge und zu etwas mehr als einem Drittel durch Steuern finanziert. Die 99,87 Milliarden Euro des vergangenen Jahres entsprachen 965 Euro pro Kopf und Monat, vom Kleinkind bis zum Greis.

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