Jeder Vierte arbeitet mehr als 40 Stunden

ZAHLEN ZUM TAG. Politische Debatte geht ziemlich weit an der Wirklichkeit vorbei: 230.000 Österreicher kommen sogar auf mehr als 60 Stunden pro Woche.

Was hat sich FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nicht dafür prügeln lassen müssen, einer Flexibilisierung zugestimmt zu haben, die Arbeitszeiten von bis zu 60 Stunden pro Woche erleichtert? Sein Hinweis, dass die Normalarbeitszeit von 40 Stunden ebenso unverändert bleibe wie die Überstundenregelung, verpuffte. Gut, er hatte sich einst ausdrücklich gegen die Flexibilisierung ausgesprochen. Für die meisten Österreicher ist sie jedoch Realität.

Das zeigt ein Blick in die Arbeitsmarktdaten, die die Statistik Austria führt: 2016 gab es demnach 4,1 Millionen Erwerbstätige. Fast die Hälfte (1,9 Millionen) hatte eine Normalarbeitszeit von 36 bi 40 Stunden pro Woche. Ein ganzes Viertel lag jedoch darüber: 820.600 berichteten bei der Befragung im Zuge des Mikrozensus von 41 bis 59 Stunden – und 233.200 sogar von 60 Stunden und mehr.

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