Bildung reduziert Gender Gap

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ZAHLEN ZUM TAG. Mit dem Bildungsstand steigt die Erwerbstätigenquote – mit wie ohne Familie und bei Frauen stärker als bei Männern.

Bildung ist nicht der einzige Faktor, auf den es ankommt, um geschlechterspezifische Kluften (Gender Gaps) zu schließen, aber einer davon, wie eine Eurostat-Auswertung verdeutlicht: Es geht um die Erwerbstätigenquote nach Bildungstand, Geschlecht und Anzahl der Kinder.

Zunächst ist die Erwerbstätigenquote bei Personen mit einem höheren Bildungsstand nach formalen Kriterien grundsätzlich höher als bei solchen mit einem niedrigen. Bei Personen ohne Kinder ist er bei Frauen aber nicht nur in allen Schichten jeweils ähnlich hoch wie bei Männern, sondern zum Teil sogar höher (siehe Grafik).

Mit der Anzahl der Kinder ändert sich das. Extrem ist es zum Beispiel im Falle von drei und mehr Kindern: Bei einem niedrigen Bildungsstand, also etwa maximal einem Pflichtschulabschluss, ist die Erwerbstätigenquote bei Frauen mit 39 Prozent fast nur halb so hoch wie bei Männern (69 Prozent).

Bei einem hohen Bildungstand (zum Beispiel AkademikerInnen) gibt es ebenfalls eine Kluft, sie ist aber deutlich weniger groß: Bei Frauen ist die Quote hier mit 78 Prozent zweimal höher und nicht um beinahe die Hälfte, sondern um rund ein Siebentel niedriger als bei Männern (92 Prozent).

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