Wo der ländliche Raum gewinnt

ZAHLEN ZUM TAG. Wirtschaftsleistung pro Kopf steigt in den Regionen am stärksten, die kein oder nur ein geringes Bevölkerungswachstum haben. An der Spitze löste Salzburg Wien ab. 

Der ländliche Raum ist ganz nicht verloren. Im Gegenteil, wie ein Blick in die Statistik zeigt. Die fünf Regionen, die seit der Jahrtausendwende die größte Steigerung der Wirtschaftsleistung pro Kopf aufweisen, entfallen allesamt auf diesen.

Die „Östliche Obersteiermark“ zählt einerseits zu den Krisenregionen der Republik; sie ist mit Abwanderung und damit einem deutlichen Bevölkerungsrückgang konfrontiert. Andererseits aber ist das Bruttoregionalprodukt (BRP) pro Kopf, also umgelegt auf die, die verblieben sind, kräftig gestiegen: Laut Statistik Austria von 2000 bis 2014 um ganze 75 Prozent. Nur in zwei Regionen waren es mehr: In der Tourismusregion Bludenz-Bregenzer Wald (inkl. Arlberg, Montafon), die ein leichtes Bevölkerungswachstum hat, mit 75,7 Prozent und im oberösterreichischen Innviertel, wo es so gut wie kein Bevölkerungswachstum gibt, mit 78,8 Prozent.

Auf der anderen Seite nimmt das Pro-Kopf-BRP in den Regionen mit dem größten Bevölkerungswachstum verhältnismäßig bescheiden zu: Am geringsten ist Plus in Wien mit 27,3 Prozent. Was auch Folgen hat: Die Bundeshauptstadt hatte lange Zeit die höchste Wirtschaftsleistung – mit 47.300 Euro pro Kopf ist es zuletzt jedoch hinter Salzburg und Umgebung (48.800 Euro) zurückgefallen.

Schlusslicht in puncto Pro-Kopf-BRP ist das niederösterreichische Weinviertel geblieben – und zwar mit 33.800 Euro. Der gesamtösterreichische Durchschnittswert liegt bei 38.700 Euro.

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Artikel Schlagwörter : Länder, Bruttoregionalprodukt, BIP, Wirtschaft
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