Was die ÖVP so kampagnenstark macht

ZAHLEN ZUM TAG. Volkspartei stellt fast die Hälfte aller österreichischen Politiker, 18.000 nämlich.

Für einen Wahlkampf braucht man vor allem auch viele Helferinnen und Helfer. Wobei es nicht schaden kann, wenn es sich um Funktionäre handelt, die in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis zur Partei stehen: Politiker im allgemeinen und Regierungsmitglieder und Mandatare im besonderen also.

Die SPÖ-nahe Gesellschaft für Politikberatung hat sich die Arbeit gemacht, zu erheben wie viele Politiker es österreichweit gibt; und zwar von den Gemeinden bis hinauf zur Bundesregierung. Ergebnis: Es handelt sich um 41.737 (Stand: Februar 2016*). Wobei die Masse auf der Gemeindeebene tätig ist (40.942). Auf Länder- (515) und Bundesbene (261) sind es verhältnismäßig wenige. Sie sind dafür eher Vollzeitpolitiker. Doch das ist eine andere Geschichte. 

Interessant ist die Parteizugehörigkeit. FPÖ, Grüne, Neos, Team Stronach und andere stellen nur etwa ein Viertel aller Politiker. Drei Viertel kommen also von den Großparteien, bei denen man das Wort „ehemalige“ in diesem Fall weglassen kann; sie sind es in dieser Hinsicht nach wie vor: Ein Viertel der Politiker sind Sozialdemokraten (11.314), fast die Hälfte (18.137) gehören der ÖVP an und werden in diesem Wahlkampf wohl auch für ihren Spitzenkandidaten Sebastian Kurz rennen.

Dass die ÖVP über so viele Politiker verfügt, ist relativ einfach nachvollziehbar: In Niederösterreich und Oberösterreich, wo sie stark ist, gibt es besonders viele Gemeinden und damit auch Bürgermeister und Mandatare (11.725 in NÖ und 9540 in OÖ).

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* Beim Team Stronach gab es seither einige Veränderungen. Sie fallen insgesamt jedoch nicht ins Gewicht.

Artikel Schlagwörter : ÖVP, Kurz
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